„Healthy Campus Mainz – gesund studieren“ war als Modellvorhaben ein Kooperationsprojekt zwischen der Universitätsmedizin der JGU, der JGU und der BARMER. Sie förderte das Projekt zwischen 2018 und 2023 mit rund 1,5 Millionen Euro im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (§ 20g SGB V).

Ziel des Projekts war es, an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ein ganzheitliches studentisches Gesundheitsmanagement (SGM) aufzubauen. Hierzu wurden wissenschaftliche Erkenntnisse zur Prävention und Gesundheitsförderung von Studierenden gesammelt, um daraus evidenzbasierte Maßnahmen zur Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung für die Studierenden in Mainz zu schaffen.

Auf dem Bild zu sehen sind (von links nach rechts): Univ.-Prof. Dr. Stephan Jolie, Univ.-Prof. Dr. Stephan Letzel, Ministerialdirektor Daniel Stich, Soziologie-Studentin Yvonne Stefani und Prof. Dr. Pavel Dietz.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zur abschließenden Pressekonferenz.

Um an der JGU ein ganzheitliches studentisches Gesundheitsmanagement (SGM) aufbauen und nachhaltig etablieren zu können, ist ein interdisziplinärer Zugang unabdingbar. Im Projekt „Healthy Campus Mainz- gesund studieren“ arbeiteten daher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdisziplinen gemeinsam an diesem Ziel. 

In regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch einmal jährlich, berichtete der Projektkoordinator einem Lenkungsausschuss, bestehend aus jeweils einem Vertreter der UM und JGU sowie zwei Vertretern der BARMER.

Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (Projektkoordination):

Das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (ASU) ist Teil der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und in den Bereichen Lehre, Forschung und dem Betrieb einer arbeitsmedizinischen Ambulanz tätig. Forschungsschwerpunkte des Instituts sind u.a. die arbeitsmedizinische Betreuung verschiedenster Berufsgruppen inklusive Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte, Arbeitsphysiologie und -toxikologie sowie Gesundheitsmanagement und -förderung. Zudem ist das Institut für Lehrergesundheit (IfL) an das Institut für ASU angegliedert.

Institut für Publizistik:

Das Institut für Publizistik gehört zu den größten und renommiertesten kommunikationswissenschaftlichen Instituten Deutschlands. Der Forschungsbereich Medienkonvergenz unter der Leitung von Prof. Dr. Birgit Stark analysiert dabei mediale Konvergenzprozesse aus unterschiedlichen Perspektiven. Zu den Themengebieten gehören unter anderem die Nutzung, Diffusion und Aneignung von Online-Medien und interaktiven Kommunikationsdiensten, das Zusammenspiel mit etablierten Medien sowie die Selektion und Navigation mit neuen Intermediären (beispielsweise Suchmaschinen). Formen und Folgen digitaler Transformationsprozesse werden auch aus einem gesamtgesellschaftlichen Blickwinkel betrachtet.

Institut für Psychologie:

Die Abteilung für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie am Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz widmet sich in Forschung und Lehre schwerpunktmäßig den Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Gesundheit in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Zu den Forschungsinhalten zählen u.a. gesundheitsförderliche Führung, Erholung, Zeit- und Leistungsdruck sowie Stress.

Institut für Sportwissenschaft:

Die Abteilung Sportmedizin, Prävention und Rehabilitation ist Teil des Instituts für Sportwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und in der Lehre, der Forschung und dem Betrieb einer sportmedizinischen Ambulanz tätig. Forschungsschwerpunkte der Abteilung sind u.a. die internetbasierte Bewegungsbetreuung, Infrarot Thermographie und die molekulare Belastungsphysiologie mit Schwerpunkt auf Exosomen und zellfreier DNA.

Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie:

An der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie wird mit modernen Verfahren das gesamte Spektrum psychosomatischer Erkrankungen behandelt. Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Psychotherapie- und Versorgungsforschung und E-Mental Health, in welchem die Anwendungsmöglichkeiten und Effekte onlinebasierter Selbsthilfeangebote (POSOP) und therapeutischer Hilfen als Ergänzung zu Psychotherapie untersucht werden. Als zentrale Einheit der Gutenberg Gesundheitsstudie (GHS) werden biopsychosoziale Zusammenhänge bei der Entstehung psychischer und somatischer Erkrankungen erforscht. In großangelegten epidemiologischen Studien werden u.a. die Einflüsse von Gender auf psychische Gesundheit (GESA), die gesundheitlichen Langzeitfolgen von Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter (PSYNA)  und psychische Auswirkungen der Sozialisation in der DDR (DDR-Psych) unter unserer Federführung untersucht. Die Klinik ist maßgeblich bei der Entwicklung nationaler Behandlungsleitlinien für psychische Erkrankungen beteiligt (Angststörungen, Depersonalisation).

Lenkungsausschuss:

Das Projekt „Healthy Campus Mainz – gesund studieren“ wurde durch einen Lenkungsausschuss begleitet. Der Lenkungsausschuss war das oberste beschlussfassende Gremium des Modellvorhabens und bildete die Schnittstelle zwischen dem Projektteam, der Universitätsleitung und der BARMER.

Seine Hauptaufgabe war die Projektsteuerung und Projektkontrolle. Der Projektleiter berichtete an den Lenkungsausschuss. Dazu legte er dem Lenkungsausschuss einmal jährlich einen Bericht über die aktuellen Projektergebnisse und die Verwendung der Mittel vor. Zudem wurden im Lenkungsausschuss die für die erfolgreiche Umsetzung erforderlichen konzeptionellen, programmatischen, personellen und finanziellen Entscheidungen zwischen den Kooperationspartnern abgestimmt.

Der Lenkungsausschuss überprüfte jährlich und stellte einstimmig fest, ob der Projektverlauf den §§20 ff SGB V, insbesondere dem §20g SGB V, und dem Leitfaden Prävention in der jeweils aktuellen Fassung entspricht.

Der Lenkungsausschuss gab sich eine Geschäftsordnung, welche am 09. März 2019 in Kraft getreten war.

Mitglieder des Lenkungsausschusses waren:

  • Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin Rheinland-Pfalz/Saarland der BARMER, Vorsitzende des Lenkungsausschusses
  • Andreas Ott, Gebietsleiter Südwest der BARMER
  • Univ.-Prof. Dr. Stephan Jolie, Vizepräsident für Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Univ.-Prof. Dr. Stephan Letzel, Direktor des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz

Studierendenbeirat:

Der HCM-Studierendenbeirat war das offizielle Forum für den Austausch zwischen den Studierenden der JGU und den Projektmitarbeiter:innen von Healthy Campus Mainz. Im Vordergrund standen hier vor allem die studentische Perspektive und Initiative. Im Beirat wurden studentische Anliegen gesammelt, priorisiert und Lösungsansätze entwickelt. Healthy Campus Mainz unterstützte die studentischen Vertreter:innen des Beirats bei der Suche nach kompetenten Ansprechpartner:innen und bestehenden Maßnahmen und diskutierte gemeinsam mit den Studierenden Möglichkeiten der Umsetzung neuer Initiativen und Ideen. Für HCM besonders wichtig war die Perspektive der Studierenden während der Maßnahmenentwicklung, -Planung und -Umsetzung. Die Vertreter:innen des Beirats wiederum fungierten als Repräsentant:innen für und Multipliaktor:innen in die Studierendenschaft hinein und konnten durch ihr Engagement bestehende und zukünftige Maßnahmen mitgestalten und an die Kommiliton:innen herantragen. Somit bot der Beirat eine wichtige Kommunikationsschnittstelle zur gegenseitigen Unterstützung zwischen Studierenden und Projekt, aber auch zwischen den Studierenden verschiedener Fachbereiche.

Runder Tisch

Der „Runde Tisch“ wurde eingeführt, um unter der Koordination von „Healthy Campus Mainz“ alle Gesundheitsvertreter:innen der JGU zu vernetzen. Im Vordergrund stand dabei das Ziel, die Perspektiven und Erfahrungen unterschiedlicher Akteur:innen zusammenzubringen, die sich in unterschiedlichen Kontexten und Konstellationen an bzw. im Umfeld der JGU mit Aspekten der physischen, psychischen und sozialen Gesundheit beschäftigen. Bestehende Maßnahmen und Angebote der einzelnen Akteur:innen sollten zusammengetragen und zunehmend vernetzt werden. Sofern möglich, sollten bestehende Synergien genutzt werden, um somit einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung einer gesundheitsbewussten Universität zu leisten. Es wurden hierbei alle Statusgruppen der JGU in die Überlegungen und Weiterentwicklung von Maßnahmen mit einbezogen.

Der Runde Tisch fand in regelmäßigen Abständen ca. alle 4 bis 6 Monate statt.

Akteur:innen des Runden Tisches

  • Allgemeiner Hochschulsport
  • Allgemeiner Studierendenausschuss
  • Familien-Servicebüro
  • Stabsstelle Gleichstellung und Diversität
  • Healthy Campus Mainz – gesund studieren
  • Psychotherapeutische Beratungsstelle
  • Servicestelle für barrierefreies Studieren
  • Studentischer Sportausschuss
  • Zentrale Studienberatung
  • Studierendenwerk
  • Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung – Prüfungswerkstatt

In regelmäßigen Abständen führte Healthy Campus Mainz an der JGU Befragungen zum Thema Gesundheit und Studium durch. Mehrere Tausend Studierende der JGU nahmen teil.

Wie geht es den Studierenden an der JGU? Wie erleben sie das Studieren unter Corona-Bedingungen und wie gehen sie damit um? Was läuft gut, wo gibt es Verbesserungsbedarf? Welche Randbedingungen benötigen Studierende generell für ein gesundheitsförderndes Studium? Diese und weitere Fragen rückte das Projektteam gezielt in den Mittelpunkt.

Befragung SoSe 2019

Healthy Campus Mainz spendete 1.000 Euro an die Kinderkrebshilfe Mainz e. V.

Anlässlich des erfolgreichen Abschlusses der großen Studierendenbefragung 2019 mit mehr als 4.000 Teilnehmer*innen spendete Healthy Campus Mainz – gesund studieren 1.000 Euro an die Kinderkrebshilfe Mainz e. V.

Die Spende erfolgte dabei im Namen des Vereins zur Förderung der Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin in Mainz e. V. (FASUM), der den Betrag im Vorfeld für den Fall einer hohen Beteiligung an der Befragung ausgelobt hatte.

Im Kinderkrebszentrum der Mainzer Unimedizin überreichten Univ.-Prof. Dr. Stephan Letzel (Vorsitzender von FASUM, links im Bild) und PD Dr. Pavel Dietz (Leiter Healthy Campus Mainz, 2.v.re) am 26. August Univ.-Prof. Dr. Faber (Ärztlicher Leiter des Kinderkrebszentrums und Vorsitzender der Kinderkrebshilfe Mainz e. V., 2. V. li) den Scheck in Höhe von 1.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr, eine Spende zu erhalten, die im Rahmen einer Gesundheitsbefragung entstanden ist. Zudem schätzen wir das Engagement aller Beteiligten und der Studierenden, die an der Befragung teilgenommen haben. Dadurch kommen wir unserem Ziel, krebskranken Kindern eine Chance auf Heilung aufzuzeigen, ein Stück näher“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Jörg Faber.

„Unser besonderer Dank richtet sich an alle Mainzer Studierenden, die in den letzten Wochen an der Befragung teilgenommen und damit maßgeblich zum Erfolg des Befragungs-Projekts beigetragen haben“, so PD Dr. Pavel Dietz. Und für die sich das Engagement in Kürze auch noch persönlich bezahlt machen könnte: Unter allen Teilnehmer*innen wurden attraktive Preise verlost, die vom Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität als Incentives für die Befragung bereitgestellt wurden.

„Die Befragung ist ein Meilenstein bei der Entwicklung eines Gesundheitsmanagements für Studierende. Wir sind sehr froh über den großartigen Beitrag, den die Studierenden mit ihrer regen Teilnahme geleistet haben. Umso schöner ist, dass dies gleichzeitig einem guten Zweck zu Gute kommt“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER.

Ergebnisse 2019

Mehr als 4.000 Studierende der JGU haben an der großen Befragung von Healthy Campus Mainz zum Thema „Gesundheit und Studium“ im SoSe 2019 teilgenommen. Herzlichen Dank dafür! An dieser Stelle haben wir für alle Interessierten einen kurzen Überblick zu ausgewählten Ergebnissen aus zentralen thematischen Bereichen zusammengestellt.

Allgemeiner Gesundheitszustand

Die subjektive Einschätzung des allgemeinen Gesundheitszustandes gilt als ein sehr guter Indikator für hohe Lebensqualität und Wohlbefinden. Auf einer Skala von 0 (niedrig) bis 10 (hoch) gaben 77,7% der Studierenden der JGU, die an der Befragung teilgenommen haben, einen sehr guten allgemeinen subjektiven Gesundheitszustand von 7 oder höher an.

Hier gibt es die Ergebnisgrafik zum Download.


Bewegung

Bewegung hat einen bedeutsamen Einfluss auf die eigene Gesundheit. Um das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur zu stärken, die Knochengesundheit zu erhöhen und das Risiko von nichtübertragbaren Krankheiten (bspw.: Übergewicht oder Diabetes) zu senken, empfiehlt die WHO, dass sich Erwachsene mindestens 150 Minuten mit moderater Intensität pro Woche oder 75 Minuten bei anstrengender Intensität bewegen. Für zusätzliche gesundheitsförderliche Effekte sollte mindestens doppelt so viel Zeit in physische Aktivität investiert werden (WHO, 2010).

Zum Nachlesen:

World Health Organization [WHO] (2010). Global recommendations on physical activity for health. 

Die Studierenden der JGU, die an unserer Befragung teilgenommen haben, erfüllen diese WHO-Kriterien ganz überwiegend: 60 Prozent der Befragten sind körperlich sogar so aktiv, dass zusätzliche gesundheitsförderliche Vorteile zu erwarten sind. Gleichzeitig erreicht jedoch immerhin fast ein Viertel der Studierenden die empfohlenen Mindestanforderungen nicht – hier gibt es also noch deutlich Luft nach oben.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Emotionale Erschöpfung

Studieren an der Uni kann für einige eine hohe Belastung bedeuten. Emotionale Erschöpfung ist ein Merkmal von Burnout (Maslach et al., 2001) und meint einen Mangel an Energie sowie emotionale Ressourcen (Gumz et al., 2013). Wir haben uns gefragt, wie gut die Studierenden der JGU mit dem Stress im Unialltag zurechtkommt. Hier eine Übersicht welche Bedingungen und personale Faktoren mit emotionaler Erschöpfung zusammenhängen.

Unsere Ergebnisse  zeigen, dass u.a. selbstgefährdendes Verhalten wie der Verzicht auf ausreichend Schlaf, Urlaub oder Pausen, der erlebte Leistungsdruck und eine wahrgenommene Überforderung mit einer höheren emotionalen Erschöpfung assoziiert sind. Die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, die Überzeugung, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können und eine positive Einschätzung der eigenen Zukunftschancen geht dagegen mit einem geringeren Risiko für emotionale Erschöpfung einher.

Zum Nachlesen:

Gumz, A., Brähler, E., Heilmann, V. K., & Erices, R. (2014). Burnout, Arbeitsstörungen, interpersonelle und psychosomatische Probleme–Abschlussspezifischer Vergleich von Studenten einer deutschen Hochschule. Das Gesundheitswesen, 76(03), 147-150.

Maslach, C., Schaufeli, W. B., & Leiter, M. P. (2001). Job burnout. Annual review of psychology, 52(1), 397-422.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Ernährung

Ein angemessener Konsum von Obst und Gemüse ist, u.a. laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2014) mit einer Verringerung des Risikos für Herz-Kreislauf Erkrankungen, wie auch für Magenkrebs und Dickdarmkrebs, verbunden. Weiterhin gewährleistet der Konsum vielfältiger Obst- und Gemüsesorten eine gute Versorgung mit einem Großteil von Mikronährstoffen, Ballaststoffen, sekundärer Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die mit gesundheitsförderlichen Effekten in Verbindung gebracht werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE, 2020) empfiehlt den Konsum von mindestens 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse pro Tag.

Unsere Ergebnisse zeigen: 37 Prozent der befragten Studierenden der JGU essen mindestens einmal pro Tag Gemüse, 38 Prozent essen täglich Obst. 4 bzw, 8 Prozent der Studierenden greifen dagegen allenfalls gelegentlich zu diesen gesunden Nahrungsmitteln.

Zum Nachlesen:

World Health Organization (WHO). (2014). Increasing fruit and vegetable consumption to reduce the risk of noncommunicable diseases. https://www.who.int/elena/bbc/fruit_vegetables_ncds/en/

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) (2020). Obst und Gemüse. Die Menge macht’s. https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/obst-und-gemuese-die-menge-machts/

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Gesundheitsbezogenes Informationsverhalten

Die Nutzung von Massenmedien ist ein zentraler Teilbereich der Lebenswirklichkeit von Studierenden (Schäfer et al., 2019). Dem Internet kommt hierbei eine herausragende Bedeutung zu. Dass das bei den befragten Studierenden der JGU auch mit Blick auf das gesundheitsbezogene Informationsverhalten so ist, zeigen die Befunde unserer Befragung aus dem SoSe 2019 sehr deutlich.

Die meisten der befragten Studierenden der JGU haben auch schon vor #Corona regelmäßig über die Themen Gesundheit und Krankheit informiert. 80 Prozent geben an, mindestens einmal im Monat entsprechende Informationen zu nutzen. 30 Prozent informieren sich mindestens einmal pro Woche, elf Prozent sogar täglich über Gesundheitsthemen.

Das Internet ist für die Studierenden dabei die mit weitem Abstand wichtigste gesundheitsbezogene Informationsquelle (90%).Vergleichsweise wichtig beim Thema Gesundheit sind aber auch persönliche Gespräche mit nahestehenden Personen wie Familienangehörigen, Freund*innen, Kommiliton*innen oder Kolleg*innen (75%) sowie der persönliche Austausch mit medizinischem Fachpersonal (59%). Das Internet bietet grundsätzliche eine große Fülle an gesundheitsbezogenen Informationen unterschiedlicher Qualität und Seriosität. Daher ist besonders interessant, welche Internetangebote die Studierenden rund um das Thema Gesundheit und Krankheit nutzen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Suchmaschinen für 77 Prozent der befragten Studierenden, die das Internet zur Suche nach Gesundheitsinformationen nutzen, das Mittel der Wahl sind. 55 Prozent greifen (dann/auch) auf Online-Lexika wie Wikipedia zurück, 54 Prozent vertrauen Gesundheitsportalen wie netdoktor.de. Ebenfalls nicht unwichtig ist die journalistische Berichterstattung der Massenmedien: Immerhin 43 Prozent geben an, sich auf Nachrichtenseiten über das Thema zu informieren.

Zum Nachlesen:

Schäfer, M., Stark, B., Letzel, S., & Dietz, P. (2019). Die Bedeutung studentischer Mediennutzung für die Prävention und Gesundheitsförderung im Hochschulsetting. e-beratungsjournal.net – Fachzeitschrift für Onlineberatung und computervermittelte Kommunikation, 15(2), 110-131. Online verfügbar (Open Access)

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Internetnutzung und Online-Sucht

Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch wenn die Nutzung viele Vorteile mit sich bringt, kann eine übermäßige Nutzung auch die Züge einer Verhaltenssucht annehmen. Betroffenen ist es nicht mehr möglich, ihren Konsum zu kontrollieren und Einschränkungen in anderen Lebensbereichen, wie dem Studium oder Privatleben, können eine Folge einer Online-Sucht sein.

Grundsätzlich ist das Internet für die befragten Studierenden der JGU das mit Abstand wichtigste Medium. 98 Prozent sind mindestens einmal pro Tag online. Bei den genutzten Angeboten liegen Messenger-Dienste wie WhatsApp besonders hoch im Kurs: 95 Prozent der Befragten Onliner nutzen die Dienste mindestens einmal täglich. Social Media wie Facebook und Instagram werden von den Studierenden ebenfalls häufig genutzt. Insbesondere bei Instagram bestätigt sich dabei tendenziell, was auch aus anderen Studienkontexten bekannt ist: Entweder wird das Angebot komplett gemieden – oder aber täglich intensiv genutzt.

Unter den befragten Studierenden der JGU geben mehr als zwei Drittel (69%) an, die eigene Internetnutzung als übermäßig zu empfinden. Bei der großen Mehrheit dieser Studierenden ist der eigene Internetkonsum jedoch nicht so weit ausgeprägt, dass man von einer Internetsucht sprechen könnte. Die Kriterien für eine Internetsucht erfüllten nach den Angaben der Befragten lediglich eine Minderheit von 5,9 Prozent.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Körperbeschwerden

Neben psychischen Problemen ging es in der Gesundheitsbefragung auch um körperliche Beschwerden. Körperbeschwerden sind dabei meist nicht allein mit körperlichen Problemen zu erklären, sondern auch psychische Faktoren spielen eine Rolle. So kann Studienstress beispielsweise dazu führen, dass sich körperliche Symptome entwickeln oder vorhandene Beschwerden verstärkt werden. Dass Körper und Seele nicht getrennt voneinander gesehen werden sollten, wird deutlich an Phänomenen wie schweißnassen Händen vor wichtigen Prüfungen oder dem Gefühl, wie sich der Magen zusammenzieht, wenn man ein Prüfungsergebnis erfährt, das unter den eigenen Erwartungen liegt.

Insgesamt fühlte sich ein Viertel der befragten Studierenden der JGU (25,5%) durch eine Kombination mehrerer Körperbeschwerden belastet. Am meisten belastet fühlten sich die befragten Studierenden durch Müdigkeit oder dem Gefühl, keine Energie zu haben, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Diese Körperbeschwerden stehen bei ansonsten körperlich gesunden Personen sehr häufig in Zusammenhang mit Stressbelastung.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Pharmakologisches Neuroenhancement

Pharmakologisches Neuroenhancement ist der Fachbegriff für den Konsum von verschreibungspflichtigen oder illegalen Substanzen zur geistigen Leistungssteigerung. Umgangssprachlich ist auch ab und an von „Hirndoping“ die Rede. Eine gute Idee ist das freilich nicht: Statt positiver Effekte auf die tatsächliche Leistungsfähigkeit scheint die Nutzung laut aktueller Studien vor allem mit einer Vielzahl akuter und chronischer Auswirkungen auf die körperliche und mentale Gesundheit assoziiert zu sein.

Positiv: Von den befragten Studierenden der JGU geben 85 Prozent an, noch nie zu pharmakologischen Neuroenhancern gegriffen zu haben. Gleichzeitig macht die Jahresprävalenz unter den Befragten von zehn Prozent deutlich, dass hier auch in Mainz noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist.

Hier gibt es die Ergebnisgrafik zum Download.


Prokrastination

Als Prokrastination wird bezeichnet, wenn wichtige Aktivitäten freiwillig verspätet begonnen oder beendet werden und dies zu Unbehagen führt (Klingsieck, 2013). So können sich die Aufgaben um Studium stapeln und dieser Haufen an Aufgaben kann einem so noch unbesiegbarer erscheinen.

Unsere Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild: 61 Prozent der Befragten Studierenden der JGU geben an, dass Prokrastination für sie sehr oder eher typisch ist, für knapp 39 Prozent ist diese Tendenz hingegen eher oder sehr untypisch.

Zum Nachlesen:

Beutel, M. E., Klein, E. M., Aufenanger, S., Brähler, E., Dreier, M., Müller, K. W., … & Wölfling, K. (2016). Procrastination, distress and life satisfaction across the age range–a German representative community study. PloS one, 11(2).

Klingsieck K., B. (2013). Procrastination When Good Things Don’t Come to Those Who Wait. European Psychologist, 18(1), 24–34.

Krause, K., & Freund, A. M. (2016). It’s in the means: Process focus helps against procrastination in the academic context. Motivation and Emotion, 40(3), 422-437.

Hier gibt es die Ergebnisgrafik zum Download.


Psychische Belastung

Auch wenn die Studierenden sich insgesamt als gesund einschätzen, so berichteten sie auch von Belastungen. In der Allgemeinbevölkerung stellen depressive Episoden sowie Angststörungen die häufigsten psychischen Probleme dar. Auch die befragten Studierenden der JGU berichteten von Symptomen depressiver Störungen und Angststörungen: 29% beschrieben in ihren Antworten eine klinisch relevante depressive Symptomatik, 29,7% erleben starke Sorgen und/oder Nervosität, 16,1% geben soziale Angst an.

Man muss bei der Interpretation der Ergebnisse beachten, dass es sich bei den eingesetzten Verfahren um Selbstberichtsverfahren handelt, die nicht gleichzusetzen sind mit einer klinischen Diagnostik durch Fachpersonal. Dennoch sind die Ergebnisse besorgniserregend, da sie für eine hohe psychische Belastung der Studierendenschaft der JGU sprechen.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Sitzen

Sitzen gilt als eigenständiger Risikofaktor für die Gesundheit und begünstigt eine Vielzahl chronischer Erkrankungen (Castro et al., 2020). Neuere Untersuchungen zeigen, dass Sitzen dabei unabhängig von Bewegung betrachtet werden muss und circa eine Stunde an moderater bis anstrengender Aktivität nötig ist, um die durch Sitzen erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit auszugleichen (Ekelund et al., 2016). Die negativen Effekte einer Sitzzeit von 8h oder mehr pro Tag können hingegen kaum mehr durch Bewegung ausgeglichen werden.

Sitzen ist auch im Studium ein wichtiges Thema. An der JGU ist das Bild uneinheitlich: 56 Prozent der befragten Studierenden der JGU sitzen weniger als acht Stunden pro Tag, 44 Prozent geben an, acht Stunden und mehr am Tag sitzend zu verbringen.  Ein Viertel der befragten Studierenden sitzt sogar neun Stunden oder länger. Hier gibt es also mit Blick auf die Gesundheit deutliches Potential für Verbesserungen!

Zum Nachlesen:

Castro, O.; Bennie, J.; Vergeer, I.; Bosselut,G. & Biddle, S.J.H. (2020). How sedentary are university students? A systematic review and meta-analysis. Prevention Science, 21, 332-343.

Ekelund, U.; Steene-Johanessen, J.; Brown, W.J.; Wang Fagerland, M.; Owen W.; Powell, K.E.; Bauman, E. & Lee, I. (2016). Does physical activity attenuate, or even eliminate, the detrimental association of sitting time with mortality? A harmonised meta-analysis of data from more than 1 million men and women. Lancet, 388, 1302-1310.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Soziale Unterstützung

Im Studium sind Studierende mit vielfältigen Anforderungen konfrontiert und natürlich wird nicht verlangt, dass man diese Anforderungen ganz allein bewältigt. Soziale Unterstützung kann helfen, die Aufgaben im Studium gut zu meistern (Hennig et al., 2017).

Knapp 89 Prozent der befragten Studierenden der JGU äußern in unserer Befragung, dass sie sich (mindestens einigermaßen) auf ihre Kommiliton*innen verlassen können, wenn Probleme auftauchen. Bei den Dozierenden geben das immerhin 69 Prozent der Studierenden an.

Zum Nachlesen:

Hennig, L., Strack, M., Boos, M., & Reich, G. (2017). Soziale Unterstützung und psychisches Befinden von Studierenden. Psychotherapeut, 62(5), 431-435.

Hier gibt es die Ergebnisgrafik zum Download.


Substanzkonsum (Alkohol und Rauchen)

In Deutschland gelten Alkohol und Zigaretten als die gängigsten Rauschmittel (Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 2019). Weltweit ist der Konsum von Alkohol unter den drei größten Risikofaktoren für Erkrankungen vertreten (Griswold et al., 2018; Reitsma et al., 2017).

15 Prozent der befragten Studierenden der JGU geben an, nie Alkohol zu trinken, knapp 20 Prozent tun dies mehrmals pro Woche. Mehr als ein Viertel der befragten Studierenden, die Alkohol trinken, berichtet von exzessivem Trinkverhalten mindestens einmal im Monat. Das Rauchen hat unter den befragten Studierenden der JGU eine vergleichsweise geringe Bedeutung. 62 Prozent geben an, noch nie Zigaretten geraucht zu haben. Lediglich sechs Prozent identifizieren sich als regelmäßige Raucher. E-Zigaretten, Zigarren und Shishas stehen bei den befragten Studierenden noch weniger hoch im Kurs.

Zum Nachlesen:

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung beim Bundesministerium für Gesundheit (2019). Drogen- und Suchtbericht 2019. Berlin. 

Reitsma, Marissa B.; Fullman, Nancy; Ng, Marie; Salama, Joseph S.; Abajobir, Amanuel; Abate, Kalkidan Hassen et al. (2017): Smoking prevalence and attributable disease burden in 195 countries and territories, 1990–2015: a systematic analysis from the Global Burden of Disease Study 2015. The Lancet, 389(10082), 1885–1906. DOI: 10.1016/S0140-6736(17)30819-X.

Griswold, Max G.; Fullman, Nancy; Hawley, Caitlin; Arian, Nicholas; Zimsen, Stephanie R. M.; Tymeson, Hayley D. et al. (2018): Alcohol use and burden for 195 countries and territories, 1990–2016: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2016. The Lancet, 392(10152), 1015–1035. DOI: 10.1016/S0140-6736(18)31310-2.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zu Alkohol und Rauchen zum Download.

Befragung SoSe 2020

Mehr als 3.000 Studierende der JGU haben an der zweiten großen Befragung von Healthy Campus Mainz zum Thema „Gesundheit und Studium unter Corona-Bedingungen“ im SoSe 2020 teilgenommen. Die Befragung im Juni und Juli stand ganz im Zeichen einer akuten Pandemie-Situation. Ein wichtiger Fokus lag daher auf den Studienbedingungen, aber auch auf etwaigen Veränderungen der beruflichen Situation und der Wohnungssituation der Studierenden; ein weiterer auf den Belastungen, Sorgen und Ängsten, der Risikowahrnehmung, aber auch dem Verhalten der Studierenden in der Pandemie.

Einige zentrale Ergebnisse werden auf dieser Seite in der Slideshow präsentiert. Eine kurze Zusammenfassung wichtiger Ergebnisse in Posterform gibt es hier zum Download.

Befragung SoSe 2021

Unsere dritte große Studierenden-Befragung wurde im SoSe 2021 abgeschlossen. Herzlichen Dank allen 1.400 Teilnehmer:innen!

Schwerpunkt war das Thema Gesundheit und Studium im dritten Online-Semester unter Corona-Bedingungen.Bedingt durch die Corona-Pandemie hatte sich für die Studierenden in Mainz vieles verändert. Das öffentliche Leben wurde wiederholt eingeschränkt. Das Campusleben lag brach. Vorlesungen, Übungen und andere Veranstaltungen finden, für einige nun schon im dritten Semester, größtenteils digital statt.

Die besondere Situation der Studierenden standen im öffentlichen und politischen Diskurs allerdings nur selten angemessen im Fokus. Dies galt es dringend zu ändern, wozu wir mit unserer Befragung einen wissenschaftlichen Beitrag geleistet haben. In unserer großen Befragung rückten wir die Studierenden an der JGU in den Mittelpunkt: Wie geht es ihnen? Inwieweit gelingt ihnen das Leben und Studieren unter den aktuellen Bedingungen? Was läuft gut, wo liegen Probleme?

Allgemeiner Gesundheitszustand

Die subjektive Einschätzung des allgemeinen Gesundheitszustandes gilt als ein sehr guter Indikator für hohe Lebensqualität und Wohlbefinden. Auf einer Skala von 0 (niedrig) bis 10 (hoch) gaben 66,1% der Studierenden der JGU, die an der Befragung teilgenommen haben, einen sehr guten allgemeinen subjektiven Gesundheitszustand von 7 oder höher an.

Hier gibt es die Ergebnisgrafik zum Download.


Onlinesucht

Unter den befragten Studierenden der JGU gab die überwiegende Mehrheit (81,1%) an, die eigene Internetnutzung als übermäßig zu empfinden. Weiter befragt zu Symptomen einer Internetsucht, machten 10,7% der Studierenden Angaben, die auf das Vorhandensein einer Internetsucht hindeuten.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Körperbeschwerden

Neben psychischen Problemen ging es in der Gesundheitsbefragung auch erneut um körperliche Beschwerden. Körperbeschwerden sind dabei meist nicht allein mit körperlichen Problemen zu erklären, sondern auch psychische Faktoren spielen eine Rolle. So kann Studienstress beispielsweise dazu führen, dass sich körperliche Symptome entwickeln oder vorhandene Beschwerden verstärkt werden. Dass Körper und Seele nicht getrennt voneinander gesehen werden sollten, wird deutlich an Phänomenen wie schweißnassen Händen vor wichtigen Prüfungen oder dem Gefühl, wie sich der Magen zusammenzieht, wenn man ein Prüfungsergebnis erfährt, das unter den eigenen Erwartungen liegt. Insgesamt fühlte sich ein Drittel der befragten Studierenden der JGU (32,4%) durch eine Kombination verschiedener Körperbeschwerden belastet.

Am meisten belastet fühlten sich die befragten Studierenden durch Müdigkeit oder dem Gefühl, keine Energie zu haben, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Diese Körperbeschwerden stehen bei ansonsten körperlich gesunden Personen sehr häufig in Zusammenhang mit Stressbelastung.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Schlafstörungen

Ausreichend und guter Schlaf ist wichtig, um körperlich sowie geistig leistungsfähig zu bleiben. Unter den Studierenden sind Schlafstörungen, die sich unterschiedlich stark äußern, jedoch weit verbreitet. Mehr als die Hälfte der Befragten beklagen mindestens eine unterschwellige Insomnie.

Hier gibt es die Ergebnisgrafik zum Download.


Psychische Belastung

Auch wenn die Studierenden sich insgesamt als gesund einschätzen, so berichteten sie auch von Belastungen. In der Allgemeinbevölkerung stellen depressive Episoden sowie Angststörungen die häufigsten psychischen Probleme dar. Auch die befragten Studierenden der JGU berichteten von Symptomen depressiver Störungen und Angststörungen: 41% beschrieben in ihren Antworten eine klinisch relevante depressive Symptomatik, 36% erleben starke Sorgen und/oder Nervosität, 30% geben soziale Angst an.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Belastungen, Sorgen und Ängste bzgl. der Pandemie

In der Pandemie sind verschiedene Belastungen, Sorgen und Ängste zu beobachten, etwa hinsichtlich der eigenen Gesundheit oder der Gesundheit nahestehender Personen, aber auch hinsichtlich wirtschaftlicher und sozialer Folgen. Die Ergebnisgrafiken zeigen die Verteilung einiger dieser Belastungen, Sorgen und Ängste innerhalb der Studierendenschaft.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Körperliche Aktivität 

Körperliche Aktivität ist ein wichtiger Faktor, der sich sowohl auf die physische wie auch die psychische Gesundheit auswirken kann. Wir haben hier einmal aufgezeigt, wie sich das Bewegungsverhalten der Studierenden an der JGU zusammensetzt und welche Muskel-Skelett-Beschwerden unter den Befragten häufig auftreten. Ebenso können Verhaltensweisen zu einem ungesunden Lebensstil beitragen, daher haben wir uns auch das Bequemlichkeitsverhalten angeschaut.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Emotionale Erschöpfung, Prokrastination und soziale Unterstützung

Im Studium sind Studierende mit vielfältigen Anforderungen konfrontiert. Soziale Unterstützung kann helfen, die Aufgaben im Studium gut zu meistern. Werden dagegen wichtige Aktivitäten freiwillig verspätet begonnen oder beendet und führt dies zu Unbehagen, spricht man von Prokrastination. Emotionale Erschöpfung wiederum kann mit verschiedenen (dieser) Faktoren in Verbindung stehen. Wir geben hier einen kurzen Überblick zur Situation an der JGU.

Hier gibt es die Ergebnisgrafiken zum Download.


Anforderungen an die Universität

Welche Erwartungen haben Studierenden an eine gesunde Universität? Wir haben nachgefragt – die Ergebnisse gibt es hier zum Download.

Der Abschlussbericht der Modellvorhabens steht hier zum Download bereit.

Am 12. Juli 2022 lud „Healthy Campus Mainz – gesund studieren“ zur 1. Mainzer Tagung Studierendengesundheit an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ein. Im Zentrum der wissenschaftlichen Tagung stand das Thema „Studierendengesundheit aus interdisziplinärer Perspektive“.

Unmittelbar im Anschluss an die Tagung fand am 13. Juli 2022 zudem das Treffen des bundesweiten Arbeitskreises Gesundheitsfördernder Hochschulen (AGH) an der JGU statt.

Die 1. Mainzer Tagung Studierendengesundheit wurde unterstützt von der

Tagungsthema

Studierende sind eine wichtige Zielgruppe der Prävention und Gesundheitsförderung und Hochschulen und Universitäten die zentrale Lebenswelt, in der sie sich bewegen (Dietz et al., 2020). Das gilt auch, aber natürlich nicht nur in der COVID-19-Pandemie. Bereits die Ottawa Charta der Weltgesundheitsorganisation WHO (1986) betonte, dass Gesundheit in den Lebenswelten der Menschen geschaffen und gelebt wird: „dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben“ (WHO, 1986, S. 5).

Hier setzt auch das im Jahr 2015 verabschiedete deutsche Präventionsgesetz an, das Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten als elementaren Baustein vorsieht. Auf internationaler Ebene wiederum weist die 2015 beschlossene Okanagan Charta explizit darauf hin, dass Hochschulen und Universitäten eine zentrale Rolle für die individuelle, kollektive und gesellschaftliche Entwicklung spielen und Gesundheit dabei ganzheitlich zu verstehen ist, unter Berücksichtigung einer Vielzahl relevanter Themen und Einflussfaktoren (International Conference on Health Promoting Universities & Colleges, 2015). Studierende von heute sind zudem die Führungskräfte von morgen und fungieren in dieser Funktion als wichtige Multiplikator:innen für das Thema Gesundheit in die Arbeitswelt und die Gesellschaft als Ganzes hinein. Ansätze zur Prävention und Förderung der Studierendengesundheit und des gesundheitsbezogenen Empowerments der Zielgruppe bleiben daher nicht auf die Lebenswelt des Studierens beschränkt, sondern entfalten ihre Wirkung auch über die Studienzeit hinaus.

Die Tagung in Mainz hat sich mit Beiträgen aus allen wissenschaftlichen und praktischen Disziplinen beschäftigt, die sich mit dem Thema der Studierendengesundheit befassen.

Tagungsort

Von Wissenschaft bis Wein hat Mainz viel zu bieten. Ein besonderes Highlight unserer mehr als 2.000 Jahre alten Stadt sind aber sicher die kleinen Altstadtgässchen mit dem Mainzer Dom, die wiederum nur wenige Meter von der Rheinpromenade entfernt liegen. Ein ausführliches Stadtporträt und Tipps für touristische Ziele außerhalb des Tagungsprogramms gibt es hier.

Tagungsort: Rechte Aula der alten Mensa (Campus der JGU)
Die 1. Mainzer Tagung Studierendengesundheit fand in der rechten Aula der Alten Mensa auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) statt. Das Tagungsgebäude befindet sich im Forum der Universität, in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang mit seinen charakteristischen Torbögen.

Als einzige deutsche Universität ihrer Größe beherbergt die JGU fast alle Institute auf einem innenstadtnahen Campus, auf dem auch fünf Partnerinstitute der außeruniversitären Spitzenforschung angesiedelt sind: das Max-Planck-Institut für Chemie (MPI-C), das Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P), das Helmholtz-Institut Mainz (HIM), das Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung (IBWF) und das Institut für Molekulare Biologie (IMB). Der Campus der Universitätsmedizin liegt nur etwa einen Kilometer entfernt, die drei Mainzer Institute der Leibniz-Gemeinschaft – das Institut für Europäische Geschichte (IEG), das Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) und das Römisch-Germanische-Zentralmuseum (RGZM) – liegen nur wenig weiter entfernt in der Innenstadt.

Der Campus ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln in nur zwei Stationen vom Mainzer Hauptbahnhof aus erreichbar. Auch die Mainzer Altstadt mit dem mehr als 1000 Jahre alten Dom sowie die Rheinpromenade sind dank der innenstadtnahen Lage nur wenige Minuten entfernt. Einen Plan der Mainzer Innenstadt finden Sie hier.

Anschrift
Alte Mensa (Campus der JGU)
Johann-Joachim-Becher-Weg 3-9
55128 Mainz

Anreise
Alle Wege führen nach Mainz! Eine detaillierte Übersicht, wie genau Sie mit welchen Verkehrsmitteln nach Mainz und zum Campus der JGU gelangen, finden Sie hier. Parkmöglichkeiten und Fußwege zum Veranstaltungsort sind im Campus-Lageplan verzeichnet. Zusätzliche Parkplätze finden Sie auch am alten Fußballstadion, das circa 200 m nördlich vom Fußgängerhaupteingang entfernt ist.

Am Einfachsten gelangt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Johannes Gutenberg-Universität. Zwischen dem Mainzer Hauptbahnhof und dem Campus liegen lediglich zwei Haltestellen und die Fahrt dauert nur wenige Minuten. Neben den diversen Buslinien bieten sich vor allem die Straßenbahnlinien 51, 53 und 59 an, die unmittelbar vor dem Haupteingang des Universitäts-Geländes halten.

Weitere Informationen (Linien, Fahrzeiten, Tarife) erhalten Sie auch online bei der Mainzer Mobilität.

Tagungsprogramm

Hier finden Sie das Programm zur 1. Mainzer Tagung Studierendengesundheit.

Im wissenschaftlichen Begleitprogramm finden Sie außerdem die Beiträge der einzelnen Panels.

Im Förderzeitraum zwischen 2018 und 2023 hat  „Healthy Campus Mainz – gesund studieren“ auf Basis der gewonnenen empirischen Erkenntnisse eine ganze Reihe an Angeboten für Studierende entwickelt und evaluiert, die u.a. darauf abzielen, a) bestehende Gesundheitsangebote an der JGU zu vernetzen und für Studierende leichter zugänglich zu machen und b) neue Maßnahmen zu implementieren, um die physische, psychische und soziale Gesundheit von Studierenden zu stärken und zu bewahren. Einige dieser Maßnahmen wurden inzwischen auch in andere Kontexte überführt und an anderen Hochschulen und Universitäten implementiert, um Studierendengesundheit am jeweiligen Standort voranzubringen.

Health Express

Der Health Express ist ein fächerübergreifendes, gesundheitsförderndes Angebot, das problemlos in bestehende Lehrveranstaltungen integriert werden kann – und das ohne einen großen Mehraufwand für Lehrende und Studierende!

In drei- bis fünfminütigen Videos vermittelt der Health Express Inhalte, Kompetenzen und Methoden zur eigenen Gesundheitsförderung und zur besseren Bewältigung des Studiums. Am Anfang jedes Videos wird freundlich dazu aufgefordert, aufzustehen und damit die Sitzzeit – einen gesundheitlich relevanten Risikofaktor – zu unterbrechen. Der Health Express eignet sich somit perfekt als kurze Unterbrechung zur Gesundheitsförderung in Lehrveranstaltungen.

Falls Sie als Dozierender oder Studierender Interesse am Health Express für Ihre Lehrveranstaltungen haben, können Sie sich die Videos unter dem u.a. Link herunterladen. Es stehen Videoreihen mit jeweils sechs Videos zu den Themen „Umgang mit Alltagsstressoren und „Bewegung im Alltag“ zur Verfügung.

Viel Spaß beim Stöbern! Hier geht es zu den Videos (nur für Angehörige der JGU).


Im Sommersemester 2021 startete der Health Express erstmals in Form verschiedener Videoformate im Rahmen einer Pilot-Studie. Damals waren die beiden Themenbereiche „Activity Break“ und „Digital Detox“, welche dann in den späteren Videoreihen zu „Bewegung im Alltag“ und „Umgang mit Alltagsstressoren“ erweitert wurden. Zu jedem Thema wurden Videos in den drei Formaten „animiert narrativ“, „animiert statistisch“ und „statisch statistisch“ produziert. Anschließend wurden, aufbauend auf dem Feedback der Studierenden, die beiden Videoreihen „Bewegung im Alltag“ und „Umgang mit Alltagsstressoren“ gedreht.

1. Format  „animiert narrativ“

Das Format „animiert narrativ“ stellte bewegte, animierte Charaktere dar, die dem Zuschauer durch eine Konversation den Inhalt vermittelten. Dabei stellte ein Charakter meistens gewisse Barrieren bezüglich sedentären Verhaltens oder Medienkonsums dar, die dann durch Ratschläge des anderen umgangen werden sollten. Des Weiteren wurden keine näheren Informationen bezüglich der beiden Charaktere gegeben. Dies wurde bewusst so gewählt, um die Wahrscheinlichkeit der Identifikation der Studierenden mit den Charakteren zu erhöhen und damit eine Akzeptanz des Inhalts zu verbessern.

Video Activity Break: folgt

Video Digital Detox: folgt

2. Format  „animiert statistisch“

Die „animierten statistischen“ Videos stellten die gleichen bewegten animierten Charaktere dar. In diesem Format wurde der Inhalt jedoch in Form von statistischer Evidenz (z.B. dem Anteil der JGU-Studierenden, die die WHO-Bewegungsempfehlungen erfüllen) dargestellt. Dies wurde dabei durch eine von den Charakteren unabhängige Stimme vermittelt.

Video Activity Break_1: folgt

Video Digital Detox_1: folgt

3. Format  „statisch statistisch“

Um die kognitiven Reize zu verringern, wurden den Studierenden bei den „statisch statistischen“ Videos unbewegte Darstellungen gezeigt, die durch die Animation einer Hand mit Stift auf den Bildschirm gemalt wurden. Bei diesen Videos diente ebenfalls eine personenunabhängige Stimme zur Vermittlung von statistischer Evidenz. Im Gegensatz zu den anderen Formaten wurde hier für die Vertonung ein professioneller Sprecher beauftragt.

Video Activity Break_2: folgt

Video Digital Detox_2: folgt


Bewegung im Alltag

Die sechs Videos der Health Express-Videoreihe „Bewegung im Alltag“ beschäftigen sich mit Themen von Ergonomie am Schreibtisch, über dynamisches Sitzen, bis hin zu Übungen am Schreibtisch oder für zwischendurch.

Hier geht es zu den Videos.

Video Schreibtischergonomie: In diesem Video geht es um alles rund um das Thema Ergonomie am Schreibtisch. Es wird vermittelt, worauf man bei der Haltung am Schreibtisch achten sollte und wie man den Schreibtischstuhl richtig einstellt.

Dynamik am Arbeitsplatz: Hier wird unter anderem das dynamische Sitzen thematisiert. Darüber hinaus werden Alternativen zum Sitzen auf einem klassischen Bürostuhl präsentiert.


Umgang mit Alltagsstressoren

Die hier aufgeführten Videos sind Teil der Health Express-Videoreihe „Umgang mit Alltagsstressoren“ und vermitteln theoretische und praktische Informationen zu Stress, Zeitmanagement und bewusstem Medienkonsum.

JGU-Wegweiser

Der „JGU-Wegweiser“ ist ein speziell für die JGU entwickeltes Angebot, das es Studierenden ermöglicht, gesundheits- und studienrelevante Informationen an der JGU mit wenigen Klicks leicht zu finden. Auf diese Weise kann der Wegweiser bestehende und neue Angebote vernetzen und sichtbarer machen und den Studierenden Antworten und Informationen auf essentielle Fragen liefern.

KEN-Online

Das Studium ist eine wichtige, schöne und spannende Zeit im Leben. Neben vielen schönen Aspekten wie z.B. dem Entdecken einer neuen Stadt, mehr Unabhängigkeit, neuen sozialen Kontakten und zeitlicher Flexibilität kann es aber auch große Herausforderungen geben. Diese können zu Belastungen und Stress führen. Unsere Gefühle spielen eine wichtige Rolle dabei, wie wir diese Belastungen erleben und darauf reagieren.

Viele dieser Gefühle erleben wir alle unterschiedlich. Die Zahlen machen aber deutlich, dass viele Studierende das Studium als belastend erleben. Immer mehr Studierende haben sogar mit psychischen Problemen zu tun. Hinzu kommt die Covid-19-Pandemie. Viele Studierende haben sich gestresst und belastet gefühlt und manchmal nicht verstanden, wo ihnen – auch gefühlsmäßig – der Kopf steht.

„Healthy Campus Mainz“  stellt Studierenden im Rahmen einer Studienteilnahme einen kostenlosen Zugang zu einem nachgewiesen wirksamen Tool in Form eines Online-Selbsthilfeprogrammes zum Umgang mit den eigenen Emotionen zur Verfügung. Das Programm wurde an der Universitätsmedizin in Mainz entwickelt und wissenschaftlich evaluiert und wird in Kooperation mit Healthy Campus Mainz angeboten.

KEN-Online ist ein Online-Selbsthilfeprogramm, das Studierende in neun Wochen durch ihre Gefühle führt – vom Bewusstsein dafür, was in uns vorgeht, woher unsere Gefühle kommen und wie wir sie gut aushalten können bis hin zur Kommunikation mit anderen. Dafür bearbeiten Teilnehmer:innen wöchentlich jeweils ein Modul (ca. 60 Minuten). Am Anfang und Ende des Online-Selbsthilfeprogramms füllen sie einen Fragebogen aus, ein weiteres Mal dann nach 6 Monaten.

Eine Teilnahme am Programm ist über diesen Link möglich.

Zur Erinnerung: Allen Studierenden der JGU steht die Psychotherapeutische Beratungsstelle (PBS) offen, die professionelle Hilfe bei der Bewältigung von psychischen Problemen jeder Art leistet. Mehr Infos zu den Angeboten der PBS finden Sie hier.

Psychisch fit studieren

Zu Anfang jeden Semesters bietet HCM im Förderzeitraum das Online-Forum Psychisch fit studieren an der JGU an. Gemeinsam mit Irrsinnig Menschlich e.V. sprechen wir mit Studierenden über psychische Gesundheit an der JGU und was Studierende zur Förderung tun können. Darüber hinaus machen wir auf Angebote von uns und der JGU aufmerksam.

Rezeptbox

Als Student:in ist es nicht immer einfach, sich ausgewogen zu ernähren und sein Essen frisch zuzubereiten. Sei es Klausurstress, Abgabetermine, der Nebenjob oder mal wieder Stress mit dem Vermieter:in – es gibt viele Gründe warum der Dönerstag nicht nur donnerstags ist. 

Unsere Umfrage unter den Studierenden der JGU Mainz im Sommersemester 2019 zeigte, dass die Mehrheit der Studierenden weniger Obst und Gemüse konsumiert, als für eine ausgewogene und gesunde Ernährung empfohlen wird.

Um Studierende bei dem Thema Ernährung tatkräftig zu unterstützen haben wir die ‘Healthy Campus Rezeptbox’ ins Leben gerufen. Während des Modellvorhabens konnten Studierende ihre beliebtesten Gerichte mit allen Kommiliton:innen teilen. Die Rezepte sind Gesund + Günstig + Einfach. Hier geht es zum PDF mit einer Auswahl an Rezepten der Rezeptbox.

STUDYCoach

Gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie verlangte das (Online-) Studium Studierenden viel ab. Im Zuge des Projekts Healthy Campus Mainz – gesund studieren hatten wir daher einen Online-Coach (weiter-) entwickelt, der Studierenden dabei helfen sollte, Belastungen im Studium zu minimieren und strukturelle und soziale Ressourcen aufzubauen. Der STUDYCoach war ein Angebot zur Unterstützung, um das Studium gesundheitsförderlich zu gestalten.

Über mehrere Wochen bearbeiteten Studierende wöchentlich die Module des STUDYCoaches: mein Studienumfeld, Study Crafting und mein Studium. Zu Beginn und am Ende füllten sie jeweils einen Online-Fragebogen aus. Den STUDYCoach konnten sie dabei flexibel am Smartphone, Tablet oder PC bearbeiten. Die wöchentliche Bearbeitungszeit konnten sich die Studierenden selbstständig einteilen (Dauer ca. 60 min pro Woche).

Das Beste daran? – Mit dem STUDYCoach lernten Studierende, ihren Studienalltag so zu gestalten, dass sie ausgeglichener und zufriedener studieren konnten.

Das Angebot ist nach Auslaufen der Förderung für Studierende in Mainz leider nicht mehr verfügbar.

Bei Rückfragen könnt ihr euch jederzeit bei uns melden unter STUDYCoach@uni-mainz.de

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Lina Marie Mülder & Thomas Rigotti

Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie JGU

Ein Kooperationsprojekt mit der TH Lübeck und der Hochschule Aalen

Publikationen

Schäfer, M., Dietz, P. & Reichel, J. (2024). Ansatzpunkte und Herausforderungen für ein ganzheitliches studentisches Gesundheitsmanagement an Hochschulen. Public Health Forum, 32(2), 105-108. https://doi.org/10.1515/pubhef-2024-0017

Reichel, J. L., Mülder, L. M., Dietz, P., Heller, S., Werner, A. M., Schäfer, M., Schwab, L., Letzel, S., & Rigotti, T. (2024). Conditional reciprocal stressor–strain effects in university students: a cross-lagged panel study in Germany. Nature Scientific Reports, 14(1), 6952. Online verfügbar (Open Access) 

Heller, S., Reichel, J. L., Mülder, L. M., Schäfer, M., Schwab, L., Werner, A. M., Letzel, S., Rigotti, T., & Dietz, P. (2024). The association between health behaviours and academic performance moderated by trait mindfulness amongst university students: an observational study. Frontiers in Public Health, 12, 1340235. https://doi.org/10.3389/fpubh.2024.1340235 Online verfügbar (Open Access)

Hoff, T. A., Heller, S., Reichel, J. L., Werner, A. M., Schäfer, M., Tibubos, A. N., Simon, P., Beutel, M. E., Letzel, S., Rigotti, T., & Dietz, P. (2023). Cigarette Smoking, Risky alcohol consumption, and marijuana smoking among university students in Germany: Identification of potential sociodemographic and study-related risk groups and predictors of consumption. Healthcare, 11(24), 3182). https://doi.org/10.3390/healthcare11243182 Online verfügbar (Open Access)

Tsiouris, A., Werner, A. M., Tibubos, A. N., Mülder, L. M., Reichel, J. L., Heller, S., Schäfer, M., Schwab, L., Rigotti, T., Stark, B., Dietz, P., & Beutel, M. E. (2023). Mental health state and its determinants in German university students across the COVID-19 pandemic: findings from three repeated cross-sectional surveys between 2019 and 2021. Frontiers in Public Health, 11, 1163541. https://doi.org/10.3389/fpubh.2023.1163541. Online verfügbar (Open Access)

Heller, S., Kalo, K., Werner, A.M., Eisenbarth, L., Reichel, J.L., Mülder, L.M., Schäfer, M., Letzel, S., Simon, P., & Rigotti, T., Dietz, P. (2023). Sedentary time of university students before and during the COVID-19 pandemic: risk groups and pre-pandemic predictors using cross-sectional and longitudinal data. Frontiers in Public Health, 11, 1138442. https://doi.org/10.3389/fpubh.2023.1138442 Online verfügbar (Open Access)

Reichel, J.L., Dietz, P., Mülder, L.M., Werner, A.M., Heller, S., Schäfer, M., Letzel, S., & Rigotti, T. (2023). Predictors of resilience of university students to educational stressors during the COVID-19 pandemic: A longitudinal study in Germany. International Journal of Stress Management. https://doi.org/10.1037/str0000289 Online verfügbar (Open Access)

Schäfer, M., Stark, B., Werner, A.W., Mülder, L.M., Reichel, J.L., Heller, S., Schwab, L., Rigotti, T., Beutel, M.E., Simon, P., Letzel, S., & Dietz, P. (2023). Informiert = Geimpft? Das Informationsverhalten und die COVID-19-Impfentscheidung bei Studierenden. Publizistik, 68(1), 37-68. https://doi.org/10.1007/s11616-023-00779-7 Online verfügbar (Open Access)

Dietz, P., & Schäfer, M. (2023). Health promotion at higher education institutions in Germany in an international comparison and the role of the German Prevention Act. Frontiers in Public Health, 11, 1128556https://doi.org/10.3389/fpubh.2023.1128556 Online verfügbar (Open Access)

Dietz, P., Van Poppel, M., Tibubos, A.N., Watson, E.D. (Hrsg.). (2022). Public health promotion in university students. Frontiers Media SA. Online verfügbar (Open Access)

Schäfer, M., Stark, B., Werner, A.W., Mülder, L.M., Heller, S., Reichel, J.L., Schwab, L., Rigotti, T., Beutel, M.E., Simon, P., Letzel, S., & Dietz, P. (2022). Determinants of university students’ COVID-19 vaccination intentions and behavior. Nature Scientific Reports, 12, 18067. https://doi.org/10.1038/s41598-022-23044-9. Online verfügbar (Open Access)

Schäfer, M., Stark, B., Werner, A. M., Mülder, L. M., Reichel., J.L., Heller, S., Schwab, L., & Dietz, P. (2022). Gut informiert im Pandemie-Modus? Das Gesundheitsinformationsverhalten Studierender während der COVID-19-Pandemie: Zentrale Tendenzen und fachspezifische Unterschiede. In S. Jaki, T. Mandl, & F. Schmidt (Hrsg.), Wissen um Corona: Wissenschaftskommunikation, Informationsverhalten, Diskurs (S. 83-111). Universitätsverlag Hildesheim. https://doi.org/10.18442/216 Online verfügbar (Open Access) 

Körner, L., Mülder, L., Bruno, L., Janneck, M., Dettmers, J. & Rigotti, T. (2022). Fostering study crafting to increase engagement and reduce exhaustion among higher education students: A randomized controlled trial of the STUDYCoach online intervention. Applied Psychology: Health and Wellbeing. 10.1111/aphw.12410 Online verfügbar (Open Access)

Mülder, L. M., Schimek, S., Werner, A. M., Reichel, J. L., Heller, S., Tibubos, A. N., Schäfer, M., Dietz, P., Letzel, S., Beutel, M., Stark, B., Simon, P., & Rigotti, T. (2022). Distinct patterns of university students study crafting and the relationships to exhaustion, well-being, and engagement. Frontiers in Psychology, 13, 895930. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2022.895930 Online verfügbar (Open Access) 

Edelmann, D., Pfirrmann, D.,  Dietz, P., Reichel, J. L., Werner, A. M., Schäfer, M., Tibubos, A. N., Deci, N. Letzel, S., Simon, P., Kalo, K., & Heller, S. (2022). Physical activity and sedentary behaviour in university students – The role of gender, age, field of study, targeted degree, and study semester. Frontiers in Public Health, 10, 821703. https://doi.org/10.3389/fpubh.2022.821703 Online verfügbar (Open Access) 

Dietz, P., Werner, A. M., Reichel, J. L., Schäfer, M., Mülder, L. M., Beutel, M., Simon, P., Letzel, S., & Heller, S. (2022). The prevalence of pharmacological neuroenhancement among university students before and during the COVID-19-pandemic: results of three consecutive cross-sectional survey studies in Germany. Frontiers in Public Health, 10, 813328. https://doi.org/10.3389/fpubh.2022.813328 Online verfügbar (Open Access)

Heller, S., Tibubos, A. N., Hoff, T. A., Werner, A. M., Reichel, J. L., Mülder, L. M., Schäfer, M., Pfirrmann, D., Stark, B., Rigotti, T., Simon, P., Beutel, M. E., Letzel, S., & Dietz, P. (2022). Potential risk groups and psychological, psychosocial, and health behavioral predictors of pharmacological neuroenhancement among university students in Germany. Nature Scientific Reports, 12, 937. https://doi.org/10.1038/s41598-022-04891-y Online verfügbar (Open Access)

Werner, A. M., Tibubos, A. N., Mülder, L. M., Reichel, J. L., Schäfer, M., Pfirrmann, D., Edelmann, D., Dietz, P., Rigotti, T., & Beutel, M. E. (2021). The impact of lockdown stress and loneliness during the COVID-19 pandemic on mental health among university students in Germany. Nature Scientific Reports11, 22637. https://doi.org/10.1038/s41598-021-02024-5 Online verfügbar (Open Access)

Werner, A. M., Petersen, J., Müller, K. W., Tibubos, A. N., Schäfer, M., Mülder, L. M., Reichel, J. L., Heller, S., Dietz, P., Wölfling, K., & Beutel, M. E. (2021). Prävalenz von Internetsucht vor und während der COVID-19 Pandemie unter Studierenden der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Suchttherapie, 22(4), 183-193. https://doi.org/10.1055/a-1653-8186 Online verfügbar (Open Access)

Dietz, P., Reichel, J.L., Heller, S., Werner, A. M., Tibubos, A. N., Mülder, L. M., Schäfer, M., Eisenbarth, L., Stark, B., Rigotti, T., Simon, P., Beutel, M., & Letzel, S. (2021). Zehn Thesen zur Situation von Studierenden in Deutschland während der ­SARS-CoV-2-Pandemie. ASU Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin, 56(3), 149-153. https://doi.org/10.17147/asu-2103-8402 Online verfügbar (Open Access)

Mülder, L. M., Deci, N., Werner, A. M., Reichel, J.L., Tibubos, A. N., Heller, S., Schäfer, M., Pfirrmann, D., Edelmann, D., Dietz, P., Beutel, M., Letzel, S., & Rigotti, T. (2021). Antecedents and moderation effects of maladaptive coping behaviors among German university students. Frontiers in Psychology, 12, 645087https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.645087Online verfügbar (Open Access)

Reichel, J. L., Rigotti, T., Tibubos, A. N., Werner, A. M., Schäfer, M., Edelmann, D., Pfirrmann, D., Deci, N., Beutel, M. E., Stark, B., Simon, P., Letzel, S., & Dietz, P. (2021). Challenge accepted! A critical reflection on how to perform a health survey among university students – An example of the Healthy Campus Mainz project. Frontiers in Public Health, 9, 616437. https://doi.org/10.3389/fpubh.2021.616437 Online verfügbar (Open Access)

Schäfer, M., Stark, B., Werner, A., Tibubos, A., Reichel, J.L., Pfirrmann, D., Edelmann, D., Heller, S., Mülder, L.M., Rigotti, T., Letzel, S. & Dietz, P. (2021). Health information seeking among university students before and during the corona crisis—Findings from Germany. Frontiers in Public Health, 9, 616603. https://doi.org/10.3389/fpubh.2020.616603 Online verfügbar (Open Access)

Dietz, P., Reichel, J.L., Edelmann, D., Werner, A., Tibubos, A. Schäfer, M., Simon, P., Letzel, S., & Pfirrmann, D. (2020). A systematic umbrella review on the epidemiology of modifiable health influencing factors and on health promoting interventions among university students. Frontiers in Public Health, 8, 137https://doi.org/10.3389/fpubh.2020.00137Online verfügbar (Open Access)

Dietz, P., Reichel, J.L., Werner, A.M., & Letzel, S. (2020). Study-related work and commuting accidents among students at the University of Mainz from 12/2012 to 12/2018: Identification of potential risk groups and implications for prevention. International Journal of Environmental Research and Public Health, 17(10), 3676. https://doi.org/10.3390/ijerph17103676 Online verfügbar (Open Access)

Schäfer, M., Stark, B., Letzel, S., & Dietz, P. (2019). Die Bedeutung studentischer Mediennutzung für die Prävention und Gesundheitsförderung im Hochschulsetting. e-beratungsjournal.net – Fachzeitschrift für Onlineberatung und computervermittelte Kommunikation, 15(2)110-131Online verfügbar (Open Access)

Partner

Medien

„Gesund studiert ist halb gewonnen“STUZ, Juli/August 2019

„Projekt zur Gesundheit von Studierenden“Oberhessische Zeitung, 18. August 2018.

„Universität Mainz und Uniklinik bauen Gesundheitsprojekt auf“Allgemeine Zeitung, 17. August 2018.

„Gesund studieren in Mainz“JGU MAGAZIN, 17. August 2018.

„Studenten im Stress“Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. August 2018.

„Gesund studieren in Mainz. Modellprojekt: Universität und Uniklinik Mainz“Hartmannbund, 16. August 2018.

„Universität Mainz und Uniklinik bauen Gesundheitsprojekt auf“Die Welt, 15. August 2018

„Universität Mainz und Uniklinik bauen Gesundheitsprojekt auf“Süddeutsche Zeitung, 15. August 2018