„Bedarfsgerechte Angebote und Strukturen der Gesundheitsförderung und Prävention sind gerade für auf Studienerfolg ausgerichtete Lernumgebungen unerlässlich, um das individuelle Wohlbefinden unserer Studierenden zu erhalten und auf diese Weise ein gelingendes Studium zu unterstützen“, so der Vizepräsident für Studium und Lehre der JGU, Univ.-Prof. Dr. Stephan Jolie.

Entsprechend ist das Hauptziel von Healthy Campus, die Studierenden der JGU in ihrer körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit zu fördern und hierfür spezifische, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse einzusetzen. Das Projekt ist in 2025 neu gestartet, nachdem das Modellvorhaben im Jahr 2023 beendet wurde. Umfassende Informationen zum Modellvorhaben gibt es hier.

Viele Studierende kämpfen mit gesundheitlichen Belastungen wie psychischen Erkrankungen oder neigen zu ungesunden Verhaltensweisen. Eine frühzeitige Prävention kann diesen Problemen vorbeugen und die Qualität sowie den Erfolg im Studium erhöhen. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach solchen Gesundheitsangeboten. Das Modellprojekt „Healthy Campus Mainz – gesund studieren“ setzte hier an und entwickelte auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse spezifische und bedarfsgerechte Maßnahmen für die rund 30.000 Studierenden der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nun wird das Projekt fortgeführt: Gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK) und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben Wissenschaftler*innen der Universitätsmedizin Mainz in einem Kick off-Treffen des Lenkungskreises am 31.03.2025 die nächsten Schritte von Healthy Campus Mainz vorgestellt.

„Wir sind sehr froh, dass Healthy Campus Mainz in die nächste Runde starten kann. Gesund zu bleiben ist für unsere Studierenden nicht nur persönlich wichtig, um erfolgreich im Studium zu sein. Es stärkt sie auch für den späteren Beruf, in dem sie oft eine Vorbildfunktion einnehmen werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich. 2023 musste das Modellprojekt eingestellt werden, da die Finanzierungen ausgelaufen waren. „Umso mehr freut es uns, dass wir nun die Techniker Krankenkasse als neuen Partner gewinnen konnten und Healthy Campus Mainz fortsetzen und weiterentwickeln werden“, so Kiesslich weiter. Die Techniker Krankenkasse fördert das Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren. Ab dem vierten Jahr wird die Universitätsmedizin Mainz die Finanzierung übernehmen.

Engagement für die Zukunft der Studierenden

Landesvertretungsleiter Jörn Simon sieht das Engagement der Techniker Krankenkasse ebenfalls als wichtige Investition in die Zukunft der Studierenden: „Leistungsdruck, Prüfungsangst, Finanznot – die Studienzeit ist oft von Unsicherheiten geprägt. Eine bundesweite Forsa-Umfrage im Auftrag der TK im Jahr 2023 verdeutlicht zudem, wie sehr die Pandemie ihre Spuren bei den Studenten und Studentinnen hinterlassen hat: 68 Prozent der Befragten gaben an, durch Stress erschöpft zu sein. 59 Prozent klagten über Kopf- und 55 Prozent über Rückenbeschwerden – auf Dauer kann dies in ein Burnout führen. Doch sind Studierende die potenziellen Führungskräfte von morgen, die ihre Erfahrungen vom Wert einer gezielten Gesundheitsförderung später als Multiplikatoren in ihre Unternehmen einbringen werden. Auch daher unterstützt die TK das Projekt aus voller Überzeugung.“

Petra Dann, TK-Beraterin „Betriebliches Gesundheitsmanagement“, ergänzt: „Wir, die TK, fördern das Projekt zum ganzheitlichen und nachhaltigen Studentischen Gesundheitsmanagement finanziell und unterstützen mit unserer Fachexpertise – für ein gesundes Studieren an der JGU und somit auch ein gesundes Leben der Fach- und Führungskräfte von morgen“.

„Das Präsidium der JGU befürwortet und unterstützt nachdrücklich die Fortführung des Modellvorhabens ‚Healthy Campus Mainz – gesund studieren‘. Die vielfältigen Aktivitäten der JGU zum Thema Gesundheit der Studierenden und Beschäftigten können auf der Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse des Projekts weiterentwickelt und systematisch und nachhaltig in die universitären Strukturen integriert werden. Das Modellprojekt eröffnet uns so Entwicklungsperspektiven und -potenziale für ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement, das allen Mitgliedern unserer Universität dienlich ist“, erklärt der Vizepräsident für Studium und Lehre der JGU, Univ.-Prof. Dr. Stephan Jolie. „Bedarfsgerechte Angebote und Strukturen der Gesundheitsförderung und Prävention sind gerade für auf Studienerfolg ausgerichtete Lernumgebungen unerlässlich, um das individuelle Wohlbefinden unserer Studierenden zu erhalten und auf diese Weise ein gelingendes Studium zu unterstützen.“

Die nächsten Schritte von Healthy Campus Mainz

Die Federführung übernimmt wieder das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (ASU) der Universitätsmedizin Mainz. „Hauptziel von Healthy Campus Mainz bleibt es, die Studierenden in ihrer körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit zu fördern und hierfür spezifische, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse einzusetzen“, erklärt Prof. Dr. Pavel Dietz, Direktor des ASU, der das Projekt bereits in der ersten Förderphase leitete.

Ein Lenkungskreis „Studentisches Gesundheitsmanagement an der JGU“, bestehend aus Vertreter*innen aller Projektpartner, koordiniert das nun neu anlaufende Projekt unter der Leitung des ASU. Pavel Dietz erläutert Anknüpfungspunkte zum Vorgängerprojekt: „Wir verfügen bereits über ein fundiertes internes und externes Netzwerk. Dieses nehmen wir wieder auf und erweitern es.“ Das Team erarbeitet gemeinsam mit den bereits etablierten Gesundheitsakteur*innen der JGU Handlungsfelder, zum Beispiel zur Vorbeugung psychischer Belastungen, der Stärkung individueller und studienspezifischer Ressourcen sowie zur Förderung des Gesundheitsverhaltens. Hierfür soll noch im Sommer 2025 ein Steuerkreis der Gesundheitsakteure der JGU zusammenkommen.

Für die rund 30.000 Studierenden der JGU sollen neue gesundheitsfördernde Angebote entwickelt, umgesetzt und evaluiert sowie entsprechende Programme in die Lehre implementiert werden. Aber auch eine Wiederaufnahme von Angeboten aus der ersten Projektphase, wie dem Health Express, einer Maßnahme zur Reduktion der Sitzzeit und Vermittlung von Gesundheitskompetenz in Lehrveranstaltungen, wird angestrebt.

Bestehende Kommunikationskanäle werden reaktiviert

Wichtig ist der Zugang zu den Studierenden und die Kommunikation mit ihnen, denn sie sind die Hauptzielgruppe. Bereits vorhandene Kommunikationskanäle wie die Homepage oder Social Media Accounts werden reaktiviert und mit neuen Inhalten gefüllt. „Langfristig müssen wir die Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention noch stärker zusammenführen, transparenter und zugänglicher machen, um im universitären Setting sichtbar zu bleiben“, sind sich die Projektpartner*innen einig.


Nach einem erfolgreichen Kick-Off Meeting der Lenkungsgruppe am 31.03.25 hat sich das Projektteam im April 2025 zunächst auf die Reaktivierung der medialen Präsenz des Projekts konzentriert und den Instagram-Account sowie die Homepage aktualisiert.

Um die Sichtbarkeit von Healthy Campus Mainz bei den Studierenden zusätzlich zu erhöhen, wurden Tagesaktionen auf dem Campus durchgeführt, beispielsweise anlässlich des Welttages der Menstruation am 28.05.25 und des Welt-Aids-Tages am 01.12.25.

Am 09.07.25 fanden sich Gesundheitsakteur*innen der JGU mit dem HCM-Team und dem Kooperationspartner (Techniker Krankenkasse) im Rahmen eines Kick-Off Workshops zusammen, um sich zu vernetzen, Rollen und Verantwortlichkeiten zu definieren und Kommunikationswege und -regeln festzulegen. Der aus den zuvor genannten Mitgliedern bestehende Steuerkreis tagt seitdem regelmäßig. Am 29.10.25 fand ein gemeinsamer Aktionstag zur studentischen Gesundheit in der Zentralmensa statt.

Am 18.12.25 fand ein erstes Kennenlernen des Projektteams mit Studierenden statt, die sich ehrenamtlich im Studierendenbeirat engagieren möchten. Das Gremium ermöglicht eine umfassende studentische Partizipation im Themenfeld der Studierendengesundheit und unterstützt das Projektteam von Healthy Campus Mainz dabei, gesundheitsbezogene Chancen und Problemlagen zu identifizieren sowie geeignete Maßnahmen zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren.

Wir freuen uns sehr, dass der Oberbürgermeister unserer Stadt im Juli 2025 die Schirmherrschaft für das Projekt Healthy Campus Mainz – gesund studieren übernommen hat. Damit bekommt unser Engagement für mehr Gesundheit und Wohlbefinden an der JGU noch stärkere Unterstützung auf höchster Ebene.

Gemeinsam mit Nino Haase machen wir das Studieren an der JGU gesünder und nachhaltiger!

Am 29.10.2025 fand im ersten Obergeschoss der Zentralmensa unser Aktionstag zur Studi-Gesundheit statt.

An zahlreichen Aktions-Ständen habt Ihr interessante Informationen zu Themen erhalten, die für EURE Gesundheit relevant sind. Auch die körperliche Aktivität und die Kopfarbeit kamen dabei nicht zu kurz: Ihr konntet auf dem Smoothie-Bike Euren eigenen Smoothie erradeln, bei einer Balance-Challenge Euer Können zeigen und beim Healthy Campus Mainz-Stand Quizfragen rund um das Thema Gesundheit lösen.

Wir haben uns sehr über den regen Zulauf, den Austausch mit Euch und über Eure Neugier und Eure Fragen zu Brustkrebsprävention, gesundheitsförderndem Verhalten und ähnlichem gefreut.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die gesundheitsrelevanten Akteur*innen der JGU (PBS, AHS, Stabsstelle Gleichstellung & Diversität, Familien-Servicebüro, Studienprogramm Q+) und die Techniker Krankenkasse, die mit ihren Ständen bei der Veranstaltung vertreten waren. Ein weiteres Dankeschön geht an Herrn Behnke und sein Team der Zentralmensa, die uns die Räumlichkeit zur Verfügung gestellt, uns mit Kaffee versorgt und tatkräftig bei Auf- und Abbau unterstützt haben.

Hier seht Ihr einige Impressionen von diesem Tag:

Studentisches Gesundheitsmanagement (SGM) zielt darauf ab, gesundheitsfördernde Strukturen an Hochschulen zu entwickeln sowie Gesundheit, Leistung und Erfolg von einzelnen Studierenden nachhaltig zu erhalten und zu fördern.

Studierende von heute sind die Führungskräfte von morgen. Mit einem nachhaltigen Gesundheitsmanagement werden die Grundsteine für langfristige Effekte gelegt, die sich auch über die Studienzeit hinaus im Erwerbsleben entfalten. Zusammen mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) lässt sich das SGM zu einem ganzheitlichen universitären Gesundheitsmanagement (UGM) ergänzen, mit dem Ziel, die Gesundheit möglichst aller Akteure einer Universität (Studierende, wissenschaftliches Personal, nichtwissenschaftliches Personal) nachhaltig zu erhalten und zu fördern (siehe Abbildung).

Das Projekt „Healthy Campus Mainz – gesund studieren“ folgt einem ganzheitlichen Ansatz. Es integriert umfassende neue Aspekte der körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit, verknüpft bereits bestehende Angebote der Universität und stimmt diese gezielt und systematisch aufeinander ab.

Die Arbeit im Projekt basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und empirischen Befunden. Die Forscherinnen und Forscher befragten hierzu während des Modellvorhabens in den Jahren 2018 – 2023 unter anderem die Studierenden in Mainz im Rahmen einer eigenen repräsentativen Erhebung, um gesundheitliche Schwerpunktthemen für verschiedene Disziplinen und Studienabschnitte zu identifizieren und geeignete Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen. Ziel war es, diese Maßnahmen in der Folge hinsichtlich ihrer Effektivität zu evaluieren und zu optimieren, um so ein nachhaltiges und übertragbares Gesundheitsmanagement zu entwickeln.

Einen allgemeinen Überblick zu SGM und BGM-Maßnahmen in Deutschland bietet das Kompetenzzentrum Gesundheitsfördernder Hochschulen auf seiner Homepage.

Das Projekt „Healthy Campus Mainz – gesund studieren“ legt den Fokus auf fünf Schwerpunktthemen, die für die Gesundheit von Studierenden von enormer Relevanz sind und im Projekt aus interdisziplinärer Perspektive betrachtet und bearbeitet werden: „Bewegung“, „Ernährung“, „Kommunikation und Mediennutzung“, „Medizinische Prävention“ und „Psychische Gesundheit“.

Eine ausgewogene Ernährungsweise ist ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebens. Ernährung dient der Bereitstellung von Energie sowie lebensnotwendigen Körperbausteinen und beeinflusst zugleich den Stoffwechsel sowie das Immunsystem. Außerdem fördert sie das allgemeine Wohlbefinden und kann sich auf die Vorbeugung und den Verlauf von Erkrankungen auswirken. Angesichts der Häufigkeit von Übergewicht sowie anderer ernährungsbedingter Erkrankungen, aber auch eines zunehmenden Interesses für neue Ernährungstrends, rückt dieses Thema immer mehr in den Fokus.

Viele Menschen wissen jedoch nicht, wie sie sich ernähren sollen. Auch Studierende finden im stressigen Unialltag nicht immer die Zeit, um sich damit auseinanderzusetzen. Daher ist eine entsprechende Aufklärung über eine gesunde und vollwertige Ernährung bedeutsam. Zugleich müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es allen ermöglichen, im Alltag gesunde Lebensmittel zu genießen.

Bewegungsmangel und körperliche Inaktivität sind Risikofaktoren für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Sie gelten unter anderem als Ursache für moderne Zivilisationskrankheiten, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes. Ungeachtet dessen wird in allen Bevölkerungsschichten seit Jahren ein Rückgang an Bewegung und körperlicher Aktivität beobachtet. Bei Studierenden begünstigt der herkömmliche universitäre Alltag die körperliche Inaktivität, die sich zusätzlich durch beliebte Freizeitaktivitäten wie TV- und PC-Konsum weiter verstärkt. Rund die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen sind weniger als 2,5 Stunden pro Woche körperlich aktiv und erreichen somit nicht die Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften. Die Hinderungsgründe hierfür sind vielfältig. Neben fehlender Motivation können Unwissenheit, aber auch Ängste vor Über- und Fehlbelastung, ursächlich für eine bewusste Bewegungsvermeidung sein.


Unser Partner an der JGU rund um das Thema Bewegung ist der Allgemeine Hochschulsport (AHS). Hier geht es zur Website.


Wenn Ihr außerhalb der JGU Euer Aktivitätslevel erhöhen möchtet, bietet sich beispielsweise das Bikesharing der Mainzer Mobilität an, das von Studierenden zu vergünstigten Preisen genutzt werden kann. Alle Informationen dazu findet Ihr hier.


Sitzen gilt als oftmals unterschätzte Gesundheitsfalle. Selbsteinschätzungen zufolge verbringen Studierende durchschnittlich etwa 7 Stunden pro Tag im Sitzen und die sitzende Aktivität nimmt oftmals im Laufe des Studiums weiter zu [1]. Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass sedentäres (sitzendes) Verhalten gesundheitsschädlich ist [2,3,4,5]. Lange Sitzzeiten zählen damit zu den veränderbaren Risikofaktoren für einen ungesunden Lebensstil bei Studierenden.

Genau da möchten wir ansetzen! Healthy Campus Mainz und IKEA Wallau haben der JGU 36 höhenverstellbare Tischaufsätze gespendet, die ein Lernen und Arbeiten im Stehen ermöglichen. JGU-Studierende können die Aufsätze kostenfrei in den JGU-Bibliotheken ausleihen und so aktiv ihre Gesundheit unterstützen.

Quellen:

[1]: Castro O, Bennie J, Vergeer I, Bosselut G, Biddle SJ. How sedentary are university students? a systematic review and meta-analysis. Prev Sci. (2020) 21:332–43. doi: 10.1007/s11121-020-01093-8

[2]: 15. Patterson R, McNamara E, Tainio M, Sá TH de, Smith AD, Sharp SJ et al. Sedentary behaviour and risk of all-cause, cardiovascular and cancer mortality, and incident type 2 diabetes: a systematic review and dose response meta-analysis. Eur J Epidemiol. (2018) 33:811–29. doi: 10.1007/s10654-018-0380-1

[3]: Ekelund U, Brown WJ, Steene-Johannessen J, Fagerland MW, Owen N, Powell KE et al. Do the associations of sedentary behaviour with cardiovascular disease mortality and cancer mortality differ by physical activity level? A systematic review and harmonised meta-analysis of data from 850060 participants. Br J Sports Med. (2019) 53:886–94. doi: 10.1136/bjsports-2017-098963

[4]: Biller VS, Leitzmann MF, Sedlmeier AM, Berger FF, Ortmann O, Jochem C. Sedentary behaviour in relation to ovarian cancer risk: a systematic review and meta-analysis. Eur J Epidemiol. (2021) 36:769–80. doi: 10.1007/s10654-020-00712-6

[5]: Zhai L, Zhang Y, Zhang D. Sedentary behaviour and the risk of depression: a meta-analysis. Br J Sports Med. (2015) 49:705–9. doi: 10.1136/bjsports-2014-093613

Medien sind in unserer modernen Gesellschaft allgegenwärtig und prägen ganz maßgeblich den studentischen Alltag, ganz egal ob im Studium, im Nebenjob oder in der Freizeit. Während auf der einen Seite die Grenzen zwischen ehemals klassischen Print-, Rundfunk- und Onlinemedien sowie Text-, Audio- und Video-Formaten mehr und mehr verschwimmen, finden auf der anderen Seite gerade bei jungen Menschen Mediennutzung und Kommunikation zunehmend über Smartphones, Tablets und andere digitale und mobile Geräte statt. Soziale Medien machen es möglich, ständig online und mit der eigenen Peer-Group verbunden zu sein. 

Der Projektschwerpunkt „Kommunikation und Mediennutzung“ widmet sich den gesundheitsbezogenen und gesundheitsrelevanten Aspekten dieser Entwicklungen, wobei sowohl funktionale als auch dysfunktionale Aspekte in den Blick genommen werden. Welche Kommunikationswege nutzen Studierende, um sich über gesundheitsbezogene Inhalte zu informieren? Wie unterscheidet sich die gesundheitsbezogene Mediennutzung von allgemeinen Nutzungstendenzen? Und welche positiven und negativen Folgen für die Gesundheit und das psychische und physische Wohlbefinden von Studierenden bringen die neuen Möglichkeiten und Herausforderungen mit sich? Der Schwerpunkt beleuchtet diese Fragen und entwickelte bereits im Rahmen des Modellvorhabens Empfehlungen zum Umgang und zielgerichteten Einsatz moderner Kommunikationstechnologien und Kommunikationselemente innerhalb des SGMs.  

Medizinische Prävention soll Erkrankungen abwenden und gesundheitliche Risikofaktoren verringern und vermeiden. Neben der Sekundär- und Tertiärprävention steht vor allem die Primärprävention im Fokus, die grundsätzlich alle spezifischen Aktivitäten umfasst, die vor dem Eintritt einer Erkrankung auslösende oder vorhandene (Teil-)Ursachen adressieren. Ziel der Primärprävention ist es, die Neuerkrankungsrate in der Bevölkerung bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Erkrankung bei einem Individuum zu senken (Letzel & Nowak, 2017). Zu möglichen Maßnahmen zählen unter anderem das Impfen, der Mutterschutz, die Vermeidung von Krankheitsübertragung oder die sexuelle Aufklärung.

Die Studienzeit ist prägend für die professionelle, aber auch persönliche Entwicklung junger Erwachsener. Studierende sind konfrontiert mit vielen Herausforderungen, vor allem mit der Entwicklung und Umsetzung des eigenen Lebensentwurfs, während sie Anforderungen im Studium, der Partnerschaft, der Familie, dem Übergang in die Arbeitswelt und der eigenen Gesundheit zu bewältigen versuchen. Viele psychische Störungen entwickeln sich vor dem 24. Lebensjahr und damit genau in der Studienphase, sodass Studierende eine Hochrisikogruppe für psychische (Erst-)Erkrankungen darstellen. Der Bereich der psychischen Gesundheit gehört auch deshalb zu den wichtigsten Aspekten bei Healthy Campus Mainz – gesund studieren.


Unser Partnerin an der JGU rund um das Thema psychische Gesundheit ist die Psychotherapeutische Beratungsstelle (PBS). Sie steht allen Studierenden der Universität offen. Die Mitarbeitenden leisten professionelle Hilfe bei der Bewältigung von psychischen Problemen jeder Art, die im Studium und Alltag auftreten können. Das Angebot ist breit gefächert und alle Gespräche und Informationen werden vertraulich behandelt. Das Team der PBS unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht. Das Angebot der PBS ist ein Service der JGU und für die Studierenden der Universität kostenfrei. Zusätzlich unterstützen die Vereinigung der Förderer der Psychotherapeutischen Beratungsstelle für Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz e.V., das Studierendenwerk und der AStA der JGU die Arbeit der Beratungsstelle.

Hier geht es zur Website.


Was, wenn der BAföG-Antrag abgelehnt wird? 

Du bist nicht allein! Viele Studierende erleben finanzielle Engpässe oder erhalten keine BAföG-Förderung. Hier findest du Anlaufstellen und Alternativen, die dir weiterhelfen können.


Hilfe finden: Anlaufstellen bei psychischen Problemen in Mainz

Psychische Belastungen und Krisen können jeden Menschen treffen – unabhängig von Alter, Lebenssituation oder Hintergrund. Wichtig ist: Du bist nicht allein. In Mainz gibt es eine Vielzahl von Anlaufstellen, die professionelle Unterstützung bieten – vertraulich, kostenfrei oder kostengünstig und oft auch kurzfristig erreichbar.

Hier findest du eine Übersicht hilfreicher Einrichtungen, Beratungsangebote und Notfallkontakte in Mainz:

Klinische und therapeutische Einrichtungen

Diese Einrichtungen bieten psychotherapeutische oder psychiatrische Unterstützung:

Psychosoziale Beratungsstellen

Hier erhältst du Unterstützung in belastenden Lebenssituationen:

Spezialisierte Beratungsangebote

Diese Stellen richten sich an bestimmte Zielgruppen oder Themenschwerpunkte:

Krisen- und Notfallberatung

Wenn du dich in einer akuten Krise befindest oder jemanden brauchst, der sofort zuhört:

Informations- und Vermittlungsportale

Wenn du unsicher bist, wohin du dich wenden kannst, helfen dir diese Plattformen bei der Orientierung und vermitteln passende Hilfeangebote.

Wichtig für Dich zu wissen: alle hier genannten Stellen werden deine Anliegen vertraulich behandeln und dich ernst nehmen, egal wie groß oder klein dein Problem Dir erscheinen mag. Es ist kein Zeichen von Schwäche, Hilfe zu suchen, sondern ein mutiger Schritt zur Besserung!

Du fühlst Dich gerade total gestresst und suchst eine Möglichkeit, kurz zu entspannen? Vom vielen Lernen bist Du verspannt und brauchst dringend eine kurze Bewegungseinheit? Für diese und andere Akutfälle kannst Du gerne bei den SOS-Sofortmaßnahmen vorbeischauen.

Und wenn Du 15 Minuten zwischen den Vorlesungen überbrücken oder auf dem Weg zur Uni ein wenig berieselt werden möchtest, hör Dir gerne unseren Podcast „Sound of Health – wenn Studi-Gesundheit auf Stimmen trifft“ an, in dem wir interessante Gespräch mit gesundheitsrelevanten Akteur*innen führen.

Viel Spaß beim Stöbern!

Kopf aus, Bauch an! Nutze den ca. 10-minütigen Bodyscan, um ein wenig Ruhe in Deinen Alltag zu bringen.

Um ruhiger und zentrierter zu werden, kann eine Atemübung hilfreich sein.

  • Lege alle Fingerspitzen aneinander, ohne dass sich Deine Handflächen berühren (siehe Foto). Behalte diese Handhaltung während der gesamten Übung bei.
  • Halte Deine Hände vor Deinen Brustkorb, Ellenbogen leicht nach außen.
  • Beim nächsten Ausatmen führst Du die Hände nach oben über Deinen Kopf und folgst ihnen mit Deinem Blick.
  • Beim nächsten Einatmen führst Du die Hände wieder zurück vor den Brustkorb.
  • Dort drehst Du Deine Hände nach unten, so dass die Spitzen der Finger nach unten und die der Daumen nach vorne schauen.
  • Atme aus und führe Deine Hände vor den Unterleib, lass den Blick folgen.
  • Atme ein und bringe die Hände zurück vor den Brustkorb.
  • Drehe dort wieder die Hände, so dass die Spitzen der Finger nach oben und die der Daumen zu Dir schauen.

Wiederhole diese Übung 3x oder so lange Du möchtest.

Du hast heute viel gesessen oder gestanden und Deine Beine und Füße fühlen sich jetzt müde und schwer an?

Hier findest ein paar kurze Übungen, die sie wieder in Schwung bringen.

Wieso soll ich ein warmes Frühstück essen, wenn ich müde bin oder mich schlecht konzentrieren kann?

Die Erklärung liegt in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), wo die Milz für Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung, Kraftlosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten verantwortlich gemacht werden kann.

Aus chinesischer Sicht hat das Organ eine komplett andere Bedeutung als das anatomische Organ im westlichen Sinne. Laut TCM ist die Milz unter anderem zuständig für:

  • Produktion von Milz-Qi (Qi = Lebensenergie), um die folgenden Funktionen optimal auszuführen
  • Verdauung, Umwandlung und Transport von Nahrung
  • Regulation des Blutes und sonstiger Körperflüssigkeiten
  • Kontrolle der Muskulatur
  • Beeinflussung geistiger Fähigkeiten wie Konzentration, Gedächtnis und klarem Denken

Zur Stärkung des Milz-Qi können unter anderem beitragen:

  • Warme, gekochte Speisen statt rohe, kalte Speisen
  • Lebensmittel mit natürlicher Süße (z.B. Möhren, Kürbis, Hafer, Datteln) statt Industriezucker

….und da kommt das warme Frühstück ins Spiel. Hier findest Du leckere und schnelle Rezepte für ein Frühstück, das Dein Milz-Qi unterstützt.

Wenn Du viel gelesen oder am Bildschirm gearbeitet hast, können sich Deine Augen müde anfühlen.

Hier findest Du ein paar Tipps, wie Du Deine Augen unterstützen kannst:

  • Stelle Dich ans Fenster und schaue in die Ferne, beobachte z.B. die Vögel am Himmel
  • Setze oder lege Dich hin und blinzele 10 Sekunden lang so schnell Du kannst
  • Reibe Deine Handflächen aneinander warm, schließe die Augen und bedecke sie einige Sekunden mit Deinen Händen
  • Schaue mit den Augen in alle Himmelsrichtungen, ohne dabei Deinen Kopf zu bewegen

Wenn Du viel über Deinen Büchern brütest und dabei nur wenige Positionswechsel hast, kann dies zu muskulären Verspannungen im oberen oder unteren Rücken führen.

Bewegungs- und Dehnungsübungen helfen Dir dabei, Deine Muskulatur zu lockern und die Spannungen zu lösen.

Hier findest Du einige Dehnungsimpulse.

Zu einem Video mit Bewegungsübungen geht es hier.

Folge 1: Allgemeiner Hochschulsport (AHS)

Die erste Podcastfolge dreht sich rund um den Allgemeinen Hochschulsport. Amelie Starck vom AHS-Team beantwortet Fragen wie: was bietet der AHS, wie funktioniert das mit dem Zugang zu den Angeboten und was kosten sie.

Folge 2: Servicestelle barrierefreies Studieren

In dieser Folge geht es um das Thema barrierefreies Studieren – erfahrt alles rund um Nachteilsausgleiche & Co. von Patrick Schiffner.

Folge 3: Studienprogramm Q+

Für diese Folge haben wir uns mit Julia Reichenpfader vom Studienprogramm Q+ getroffen und spannende Infos für Euch bekommen.

Folge 4: Zentrale Studienberatung

In dieser Folge informiert Euch Beate Lipps über die Angebote der ZSB.